Scannen Sie nach dem Sommer Ihre Haut – früh erkannt sind Hautflecken meistens harmlos

Die Bräune nach dem Sommer bleibt nur wenige Wochen. Doch wenn man unvorsichtig ist und uneingecremt in der Sonne badet, könnte das dramatische Folgen haben: Hautkrebs. Medizinerin Yael Adler erklärt, worauf Sie besonders achten sollten.

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß …“ Hätte Rainer Maria Rilke diesen Satz nicht als erste Zeile seines Gedichts „Herbsttag“ gebraucht, ein Dermatologe hätte ihn erfinden müssen. Wenn wir aus dem Sommer zurückkehren, war unsere Haut auf großer Fahrt und das, ohne dass wir um die halbe Welt gereist sein müssen. Denn auch zu Hause trifft uns das Sonnenlicht mit seinem vollen Spektrum. Wie wir ja wissen, sind nicht alle Strahlen gut für uns. Sie verdicken zum Beispiel die Hornschicht und führen so zu einer sogenannten Lichtschwiele, die unsere bislang glatte Außenfassade nach Rückkehr ins Büro in eine Art schuppigen Rauputz verwandelt, der vermeintlich dringenden Feuchtigkeitsbedarf signalisiert.

Die Pflegecreme nutzt diesmal nichts, denn was nach der Sonne nun zu viel ist, stößt die Haut unbeirrt ab.

Die fantastische Urlaubsbräune reicht gerade für die erste Woche vor den Kollegen. Dann aber erzählt unsere Haut, was ihr neben der Sonne noch so alles widerfahren ist: Salzwasser, Chlor, Klimaanlage und so weiter. Höchste Zeit, die Außenanlagen zu inspizieren und sich eine Art Herbst-Workshop zu gönnen.

Spannend, aber gerade keine Zeit?

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Scannen Sie Kopf, Ohren, Nase, Wangen und den Oberkörper nach Indizien für Hautkrebs

Der beginnt ganz leicht, indem wir uns nackt vor den Spiegel stellen und uns selbst von Kopf bis Fuß abscannen: Wo sehe ich Hautveränderungen? Stellen, wo der eigene Blick nicht hinreicht, oder besonders brisante Körperpartien können nach dem Vieraugenprinzip partnerschaftlich aufgeklärt werden. Wenn beim Sex nicht ohnehin das Licht anbleibt, sollte man es zumindest zeitweise praktizieren, um den Partner zur Abwechslung auch mal mit den Augen abzutasten. Ein besonders umsichtiger Patient kam einmal mit seiner Ehefrau zu mir, bei der er alle ihm verdächtigen Hautstellen mit einem Farbstift eingekreist hatte. Er brachte die Dinge sozusagen auf den Punkt.

Relevante Areale sind unsere Sonnenterrassen – mit Kopf, Ohren, Nase, Wangen und Jochbeinen – und unser Oberkörper.

Über die Gastautorin

Yael Adler ist Dermatologin und Bestseller-Autorin. Sie hat Zusatzausbildungen in Phlebologie (Venenheilkunde) und Ernährungsmedizin absolviert. Ihr Spezialgebiet: Der Einfluss von Ernährung und Psyche auf die Haut.

Ins Auge fallen sollten Sonnenflecken, die sich in letzter Zeit vermehrt oder verändert haben, oder erweiterte rote Äderchen. Sie sind durch die Sonnenstrahlung weit gestellt worden und nicht mehr flexibel genug, um in ihren Ausgangszustand zurückzukehren. Hier kann der Arzt per Laser weiterhelfen. Auch aktinische Keratosen sind zu beachten. Sie erscheinen zuerst als scharf abgegrenzte Rötungen, die sich rau anfühlen und zu einer Verdickung mit weiß-gelblicher Hornablagerung führen können. Aktinische Keratosen sind zunächst unproblematisch, gelten aber als Vorstufe zum weißen Hautkrebs. Für den Laien sind sie im Anfangsstadium schwer zu erkennen, der geübte Blick der Dermatologin gibt Klarheit. Esslust Mal kein Brei oder Pommes: Knusprige Kartoffeltaler – einfache und abwechslungsreiche Beilage

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