Kann eine Vollnarkose zu Demenz führen?

Es werden immer wieder Bedenken geäußert, dass Operationen unter Vollnarkose das Risiko für eine Alzheimer-Erkrankung erhöhen könnten. Kanadische Forscher geben nun Entwarnung: Sie haben keine Hinweise auf einen solchen Zusammenhang gefunden.

Die Forscher haben eine Langzeitstudie durchgeführt, in der sie Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Demenz und Operationen untersucht haben, die unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt wurden. Dabei haben sie keinen Hinweis darauf gefunden, dass es nach Vollnarkosen häufiger zur Entstehung einer Demenz kommt. Auch wenn die Patienten in Untergruppen z. B. nach Geschlecht oder Alter eingeteilt wurden, ergaben sich keine Zusammenhänge. Dies berichten die Forscher im Fachmagazin „Journal of the American Geriatrics Society".

"Viele ältere Erwachsene erleben unmittelbar nach der Operation Veränderungen in ihrer Wahrnehmung und fragen sich, welche Rolle die Art des Anästhetikums bei diesen Veränderungen gespielt haben könnte", erläuterte Dr. Dallas P. Seitz von der Universität Calgary. "Unsere Studie liefert Hinweise darauf, dass die Art der Anästhesie bei geplanten Operationen – Vollnarkose oder örtliche Betäubung – nicht mit einem langfristigen Risiko für die Entwicklung einer Demenz verbunden ist."

Um diese Frage zu klären, hatten die Forscher 7.499 Personen im Alter ab 66 Jahren, die unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose operiert worden waren, bis zu fünf Jahre lang beobachtet. Zum Zeitpunkt der Operation hatten diese Personen keinerlei Anzeichen für eine Demenz.

ZOU

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