Das Gehirn sehnt sich nach einem Happy End

Schlechtes Wetter am Urlaubsende trübt den Eindruck der gesamten Reise. Kennen Sie das auch? Das geht offenbar nicht nur Pessimisten so, sondern ist quasi im Gehirn vorprogrammiert. Wir bewerten demnach eine Erfahrung danach, wie sie sich mit der Zeit entwickelt, und das Ende spielt dabei eine Hauptrolle. Das berichten zwei Forscher im "Journal of Neuroscience"

Die Forscher ließen Teilnehmer einer Studie zwischen zwei unterschiedlich großen Mengen an Münzen wählen, wobei größere Münzen einen höheren Wert hatten. Die Leute mochten es nicht, wenn die Münzen während des Experiments kleiner wurden, selbst wenn die Menge insgesamt einen höheren Wert hatte – was dazu führte, dass sie sich für den falschen Haufen entschieden. So konnten die Forscher zeigen, dass es eine Diskrepanz gab zwischen dem wahren Wert einer Erfahrung – wie viel Geld sich in dem Haufen befand – und dem Wert, den die Menschen auf die Entwicklung der Erfahrung legten – die Veränderung der Größe der Münzen.

Während des Experiments wurde die Gehirnaktivität der Teilnehmer verfolgt. Die Forscher konnten zwei Hirnbereiche ausmachen, die an den Effekten beteiligt waren: Während in der Amygdala der reale Wert einer Wahl beurteilt wurde, zeigte sich in der vorderen Inselrinde die Abneigung gegen ein schlechtes Ende, also wenn die Münzen kleiner wurden. Die Aktivität der Inselrinde konnte die der Amygdala "überstimmen" und dazu führen, dass die Menschen den realen Wert der Münzen unterschätzten und schließlich eine schlechte Wahl trafen. Die Personen, die die besten Entscheidungen trafen, zeigten eine stärkere Aktivität der Amygdala, wodurch sie das schlechte Ende leichter ignorieren und die bessere Option wählen konnten.

ZOU

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