Zur Rose kann Corona-Auswirkungen auf den Umsatz nicht quantifizieren

Der Schweizer Pharmahandelskonzern Zur Rose hat seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 erneut ausbauen können. Der DocMorris-Mutterkonzern gibt in einer Pressemitteilung an, dass der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 16 Prozent auf 426,6 Millionen Schweizer Franken zugenommen habe. Der Konzern erklärt, dass Kunden den Versandkanal seit Ausbruch der Coronakrise vermehrt nutzten. Konkrete Zahlen dazu liefert Zur Rose allerdings nicht.

Der Schweizer Zur-Rose-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 15,9 Prozent (in Lokalwährung) steigern können. In dieses Umsatzplus sind allerdings schon die Umsätze des Versenders Medpex eingerechnet – die Übernahme der Versandapotheke war im vergangenen Jahr abgeschlossen worden. Das Deutschland-Geschäft der Zur-Rose-Gruppe, zu dem auch der niederländische Versandkonzern DocMorris gehört, wuchs inklusive der Medpex-Umsätze um 15,5 Prozent. Insgesamt stieg der Umsatz in Deutschland auf rund 264 Millionen Schweizer Franken.

In der Schweiz hat Zur Rose den Umsatz trotz Preissenkungen auf Medikamente um 14.2 Prozent auf 151,2 Millionen Franken steigern können. Im Segment Europa, das derzeit Spanien und Frankreich umfasst, wuchs die Zur Rose-Gruppe um 63,9 Prozent in Lokalwährung. Das Segment steuerte 12,4 Millionen Schweizer Franken zum Gruppenumsatz bei.

In seiner Pressemitteilung erklärt der Konzern erneut, dass die Coronakrise sich positiv auf das eigene Geschäft auswirke. In einer telefonischen Pressekonferenz hatte Zur-Rose-Chef Walter Oberhänsli kürzlich erklärt, dass das Coronavirus seinem Konzern „massiven Rückenwind“ gebe. DocMorris-Chef Olaf Heinrich fügte damals hinzu, dass insbesondere Paracetamol explosionsartig nachgefragt werde. Konkret beziffern konnte Zur Rose den Anstieg der Verkäufe seit Ausbruch der Coronakrise allerdings nicht.

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Keine konkreten Zahlen zur Coronakrise

Und auch in der aktuellen Pressemitteilung nennt der Konzern keine Zahlen dazu.  Nur so viel: „Die Nachfrage nach Medikamenten und Gesundheitsprodukten hat innerhalb der Gruppe deutlich zugenommen.“ Zur Rose fügt allerdings hinzu, dass man „auf der anderen Seite“ aktuell einen Nachfragerückgang im Ärztegeschäft in der Schweiz sehe. Denn: „Die Verordnung des Bundesrats, wonach nur noch dringende Eingriffe und Therapien vorgenommen werden dürfen, hat dazu geführt, dass viele Ärzte und Praxen ihren Betrieb stark reduzieren oder sogar Kurzarbeit anmelden mussten.“ Allerdings wird auch hier nicht genau angegeben, wie sich dieser Effekt in Zahlen auf das Geschäft auswirkt. Auch was den Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr betrifft, wird Zur Rose bezüglich des Coronavirus nicht konkreter. Die Auswirkungen der Krise könnten nicht „quantifiziert“ werden, heißt es nur. Allerdings erwarte die Gruppe „eine deutlich schnellere Marktakzeptanz für den Medikamentenversand und digitale Gesundheitsdienstleistungen“.

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