Wichtige Zielmarke: Online-Rechner zeigt, wann Ihr Bundesland die 100er-Inzidenz erreicht

Die Bundes-Notbremse sorgt für Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, Testpflicht und Einschränkungen im öffentlichen Leben. Nur in Gebieten mit einer Inzidenz unter 100 sind Lockerungen möglich. FOCUS Online zeigt Ihnen, wann Ihr Landkreis oder Bundesland die Lockerungsmarke erreichen könnte.

Die Bundes-Notbremse greift überall dort, wo die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei über 100 liegt. Sinkt die Inzidenz auf unter 100, wird die Notbremse erst aufgehoben, wenn der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen stabil unter 100 bleibt.

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Online-Rechner zeigt, wann Zielmarke von 100 erreicht werden kann

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann in Ihrer Region die Zielmarke erreicht werden könnte, ist der Online-Rechner des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi) hilfreich. Dieser fasst verschiedene Parameter wie die aktuelle lokale Inzidenz und den R-Wert zusammen und gibt eine Prognose, wie sich die Infektionszahlen auf Basis dieser aktuellen Werte künftig weiterentwickeln könnten.

Zum Rechner geht es hier.

Hinweis: Die Berechnungen beziehen sich auf das aktuelle Infektionsgeschehen und gehen somit vom gegenwärtigen R-Wert und der gegenwärtigen Inzidenz aus. Sobald sich die Werte verändern, verschiebt sich auch das Datum, an dem die Zielmarke erreicht wird. Damit stellt der Rechner also keine Garantie dar, sondern bietet lediglich einen Richtwert.

 

Die Notbremse sieht Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, Testpflicht, Schulschließungen und Einschränkungen im öffentlichen Leben vor.

Ab einer Inzidenz von 100 greifen in den Landkreisen und Städten unter anderem zwischen 22 Uhr und 5 Uhr des Folgetages Ausgangssperren. Verbraucher sollten ab dieser Uhrzeit Zuhause bleiben und dürfen das Haus nicht ohne triftigen Grund verlassen oder sich im öffentlichen Raum aufhalten.

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Pandemie-Parameter: 6 Werte, um das Infektionsgeschehen zu verstehen

Um zu bestimmen, welche Region die Zielmarke zuerst erreicht, kommt es also nicht nur auf die gegenwärtige Inzidenz an. Auch der R-Wert spielt dabei eine Rolle.

Um das Infektionsgeschehen zu beurteilen, betrachten Experten generell sechs verschiedene Parameter:

1. 7-Tages-Inzidenz

Die 7-Tages-Inzidenz meint die Anzahl der neugemeldeten Infektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner. Die absolute Zahl der Neuinfektionen wird also in Relation gesetzt zur Einwohnerzahl einer Stadt oder eines Kreises. Dadurch wird das Infektionsgeschehen deutschlandweit besser miteinander vergleichbar.

2. Reproduktionszahl oder R-Wert

Die Reproduktionszahl ist für die Einschätzung der Pandemie mindestens genauso entscheidend. Über die Zahl der Neuinfektionen an einem bestimmten Tag hinaus gibt er an, wie sich die Ansteckungen im Zeitverlauf künftig weiter entwickeln werden. Je niedriger der R-Wert dabei, desto besser.

Denn: Der Wert zeigt, wie viele andere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Ist es weniger als eine Person, geht das Infektionsgeschehen tendenziell zurück. Liegt der Wert oberhalb von eins, steigt die Zahl der Ansteckungen. Die Pandemie verschärft sich.  
 
 

3. Dunkelziffer

Die Dunkelziffer meint die Zahl der Menschen, die zwar mit dem Coronavirus infiziert sind, davon aber nichts wissen und in der Meldestatistik nicht auftauchen. Sie sind in der Regel symptomlos oder zeigen nur so milde Krankheitszeichen, dass sie nicht zum Arzt gehen und einen Corona-Test durchführen lassen.

4. Positivenquote oder Positivrate

Anschließend an die Dunkelziffer-Diskussion ist auch die Positivenquote für die Einschätzung der Zahlen relevant. Sie gibt den Anteil der positiven Testergebnisse an der Gesamtzahl der durchgeführten Tests an.

5. Auslastung der Intensivstationen oder DIVI-Zahlen

Das Ziel der aktuellen Corona-Maßnahmen ist es, vor allem Risikopatienten zu schützen. Damit sie im Fall einer Infektion die beste medizinische Behandlung erhalten können, gehört die Auslastung der Intensivstationen in den Krankenhäusern ebenfalls zu den Parametern, die zur Einschätzung der Pandemie wichtig sind.

Erfasst wird sie seit dem Frühjahr 2020 im sogenannten „Divi“-Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er gibt einen tagesaktuellen Überblick darüber, in welchen Kliniken wie viele Kapazitäten auf Intensivstationen zur Verfügung stehen.

6. Dispersionsfaktor oder k-Faktor

Für die Ausbreitung des Coronavirus relevant ist zudem der sogenannte Dispersionsfaktor k. Er beschreibt, wie ausgeprägt Covid-19-Cluster sind. Je kleiner der Wert, desto mehr Ansteckungen gehen auf nur eine geringe Zahl an Infizierten zurück. Beim Coronavirus scheint k nach bisherigem Stand niedriger zu sein als bei bereits bekannten Erregern.

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