Schlaganfall-Medikamente sind teuer, sparen aber Millionen

Medikamente, die Patienten mit einem hohen Risiko für Schlaganfälle verschrieben werden, kosten dem britischen Gesundheitssystem jedes Jahr Hunderte von Millionen Pfund. Gleichzeitig sind sie aber so effektiv, dass sie unter dem Strich wesentlich mehr Geld einsparen. Dies berichten Forscher in dem Fachmagazin "BMJ Heart".

Die Kosten für die Verschreibung von Gerinnungshemmern, die zur Prävention von Schlaganfällen eingesetzt werden, sind in England von 2011 bis 2017 um 733 Millionen Pfund gestiegen. Gleichzeitig hat die Anzahl von Schlaganfällen jedoch um elf Prozent abgenommen. Konkret bedeutet das: Pro Jahr und Patient sind die Kosten zwar um 149 Pfund gestiegen. Aufgrund der durch diese Medikamente vermiedenen Schlaganfälle sanken die Kosten gleichzeitig jedoch um 289 Pfund pro Patient.

Der Kardiologe Chris Gale, Professor für Herz-Kreislauf-Medizin an der University of Leeds, sagte: "Wir haben festgestellt, dass die Gesamtkosten für orale Gerinnungshemmer enorm sind. Da sie jedoch mit einer Verringerung von Schlaganfällen verbunden waren, hatte das Gesundheitssystem pro Patient trotzdem Einsparungen."

Etwa zwei Prozent der Bevölkerung leidet unter Vorhofflimmern, einer Form von Herzrhythmusstörungen. Bei diesen Personen ist das Risiko für einen Schlaganfall um das Fünffache erhöht. Man schätzt, dass etwa ein Drittel der Schlaganfälle auf das Konto dieser Herzrhythmusstörungen gehen. Zur Vorbeugung erhalten die Patienten direkte orale Gerinnungshemmer, deren Anteil an den gesamten Arzneimittelkosten in Großbritannien auf etwa fünf Prozent geschätzt wird.

ZOU

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