Neue Erkenntnisse zu Corona-Infektion: Schnupfen als Symptom – Hinweise auf bleibende Schäden

Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist die nach typischen Symptomen für eine Infizierung mit dem Coronavirus. Ein Schnupfen kann durchaus parallel auftreten, zudem gibt es Hinweise auf mögliche Langzeitfolgen einer Erkrankung.

Fieber und trockener Husten – diese beiden Symptome gelten als die herausstechenden Hinweise auf eine Infizierung mit dem Coronavirus. Das unterstreicht Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité in NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". Dabei, so erklärt er, steht der trockene Husten im Vordergrund, wobei das Fieber auch als Frösteln spürbar sein kann. Halsschmerzen seien möglich, könnten aber auch ausbleiben.

Als untypisch gilt das Auftreten eines Schnupfen, doch der könne durchaus parallel zu einer Corona-Infektion zu beobachten sein, erklärt Drosten. Corona-Patienten hätten bereits beschrieben, "dass eine virale Nasennebenhöhlenentzündung ganz früh und ganz spontan entsteht, also Schmerzen und Druck auf den Nebenhöhlen. Da kann dann auch ein bisschen die Nase nebenbei laufen."

Corona-Patienten können bis zu zwei weitere Parallel-Erkrankungen haben

Es habe aber bereits Beschreibungen gegeben, dass auch ein Fließschnupfen bei Corona-Erkrankungen aufgetreten sei. Doch das, so Christian Drosten, wäre dann eine zusätzliche Infektion. "Wir kennen es ganz regelhaft von Patienten, die eine Erkältungskrankheit haben, dass die nicht nur ein Erkältungsvirus haben, sondern zwei oder sogar auch drei zur gleichen Zeit", führt er aus.   
 

Und weiter: "Das ist etwas ganz Normales in der Erkältungssaison. Es kann schon sein, dass ein Patient mit SARS-2-Infektion gleichzeitig auch noch ein Virus hat, das die Nase befällt und das nicht SARS-2 ist. Dann läuft bei der SARS-2-Infektion nebenbei noch die Nase, so etwas ist vollkommen erwartbar und muss niemanden wundern."

Symptome können trotz Infizierung teilweise oder komplett ausbleiben

Etwas wunderlich ist noch immer, dass sich Menschen mit dem Virus infizieren können, dies aber gar nicht bemerken. "Husten und Fieber und überhaupt alle Symptome können anscheinend ausbleiben", bestätigt Drosten. Man habe allerdings von der Häufigkeit dieser Fälle weiterhin nur ganz beschränkte Vorstellung. Der Grund: Patienten werden nur einmal getestet. Treten nach der asymptotischen Testung doch noch Symptome auf, werden diese nicht erfasst.

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Langzeitfolgen durch Corona-Infektion? "Ja, darauf gibt es Hinweise"

Neue Erkenntnisse gibt es mittlerweile auch in der Frage, ob eine überstandene Infizierung mit dem Coronavirus langwierige Folgen haben können. "Ja, darauf gibt es Hinweise", führt Christian Drosten aus. "Patienten brauchen in ihrem Allgemeinzustand lange, um sich zu erholen. Über einen Monat nach der Krankenhausentlassung sind sie noch allgemein geschwächt, gerade die Patienten, die schwerere Verläufe hatten. Auch die Lungenfunktion scheint nicht gut zu sein nach überstandener schwerer Infektion.“

Immerhin gibt es eine gute Nachricht. Durch die seit gut einer Woche geltende bundesweite Kontakt- und Ausgangsbeschränkung ist zu erwarten, dass nicht nur die Corona-Infizierungen, sondern allgemein die Anzahl an Atemwegserkrankungen in ihrer Häufigkeit deutlich absinken werden.

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