Lindner übt scharfe Kritik an Politik Merkels – Polizei fühlt sich bei Anti-Corona-Demos allein gelassen

Die Corona-Pandemie hält Deutschland weiterhin fest im Griff: Mitten Berlin kommt es zu chaotischen Szenen. Nach der Auflösung einer Corona-Demo gibt es heftige Krawalle, die Polizei setzt Wasserwerfer ein. Steine und Flaschen fliegen auf Beamte. Alles Wichtige zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

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Topmeldungen zur Corona-Pandemie in Deutschland und der Welt

  • 190 Festnahmen in Berlin – neun Polizisten im Einsatz verletzt (15.08 Uhr)
  • Polizei: Flaschen, Steine und Böller auf Einsatzkräfte geworfen (13.44 Uhr)
  • Corona-Demo wird aufgelöst, Wasserwerfer fahren vor (12.19 Uhr)
  • 2200 Polizisten am Brandenburger Tor – Corona-Gegner protestieren am abgesperrten Reichstag (09.44 Uhr)

Berliner Polizei warnt vor Fake-Tweets: "Teilen Sie diese bitte keinesfalls"

15.55 Uhr: Die Berliner Polizei warnt vor gefälschten Tweets, die derzeit in den sozialen Medien und Messengerdiensten kursieren. In den Fake-Tweets ist etwa zu lesen: "Wir haben nun einen Schussbefehl von der Bundesregierung erhalten." Die Polizei warnt: "Teilen Sie diese bitte keinesfalls weiter – auch nicht aus Spaß." Nur so ließen sich die Falschmeldungen stoppen.

Polizei hat Lage am Brandenburger Tor weitgehend im Griff

15.30 Uhr: Die Polizei hat die Lage am Brandenburger Tor weitgehend im Griff. Im Schneckentempo drängen die Wasserwerfer die Demonstranten zurück. An der Marschallbrücke demonstrieren Corona-Leugner, besorgte Eltern und Impfgegner hingegen weiter. Laut Polizeisprecherin Anja Dierschke wird es erst morgen einen abschließenden Bericht geben. Böller, Rauchbomben und tausendfache Verstöße gegen das Masken- und Abstandsgebot stehen ebenso auf der vorläufigen Bilanz dieses Demonstrationstags in Berlin wie das massenhafte Unterlaufen des Versammlungsverbots. Die Hoffnung der Polizeikräfte ist nun, dass es im Verlauf des Abends nicht zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt.

190 Festnahmen in Berlin – neun Polizisten im Einsatz verletzt

15.08 Uhr: Nach den Ausschreitungen bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin hat die Polizei insgesamt 190 Menschen festgenommen (Stand 14 Uhr). Das teilte die Behörde auf Twitter mit. Zwei Personen würden direkt einem Richter vorgeführt. Wie die Polizei weiter mitteilt, wurden neun Einsatzkräfte verletzt.

AfD-Abgeordneter liefert sich bei Corona-Demo Auseinandersetzung mit Polizei

14.45 Uhr: Der Bautzender AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse ist am Rande der Proteste gegen die Corona-Einschränkungen in Berlin mit der Polizei aneinandergeraten. Hilse sagte in einem Video, das von Mitgliedern seiner Fraktion verbreitet wurde, er sei von den Polizisten angesprochen worden, weil er ohne Maske unterwegs war. Er habe zwar ein ärztliches Attest bei sich getragen, das ihn von der Maskenpflicht entbinde, sagte der 55-Jährige. Die Polizei habe jedoch moniert, dass darin keine konkrete Krankheit aufgeführt sei. Als er dann ein Video habe machen wollen, sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa Karsten Hilse (AfD)

Die Einsatzleitung der Polizei schrieb auf Twitter, der von den Beamten auf den fehlenden Mund-Nase-Schutz angesprochene Mann habe sich "unkooperativ" verhalten und als Abgeordneter ausgewiesen. Er "soll anschließend seinen Begleiter zum Filmen aufgefordert und dann Widerstand geleistet haben", schrieb die Polizei weiter. Hilse sagte, er finde es "absurd", wenn wegen einer Ordnungswidrigkeit so reagiert werde. Der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alexander Gauland, solidarisierte sich mit ihm. Er sagte: "Wenn Abgeordnete von der Polizei zu Boden geworfen werden, dann muss man fragen: wo sind wir eigentlich angekommen in diesem Land." Der Pressestelle der Berliner Polizei lagen zu dem Vorfall zunächst keine Angaben vor.

Mehrere Hundert Menschen hatten am Morgen schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Es galten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Einhalten von Abstand. Mehrere angemeldete Demonstrationen direkt vor dem Reichstagsgebäude im sogenannten befriedeten Bezirk hatte das Bundesinnenministerium verboten. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab.

Pflegeheim auf Usedom: 17 Bewohner und 13 Mitarbeiter positiv auf Coronavirus getestet

14.43 Uhr: In einer Pflegeeinrichtung in Zempin auf der Insel Usedom sind 30 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen seien 17 Bewohner und 13 Mitarbeiter, teilte das Landratsamt des Kreises Vorpommern-Greifswald am Mittwoch mit. Auch in anderen Pflegeeinrichtungen über das Kreisgebiet verteilt gebe es Corona-Neuinfektionen. So sei in einer Reha-Einrichtung in Ahlbeck auf Usedom eine Person positiv getestet worden, in einem Pflegeheim in Torgelow seien es zwei Personen. Weitere positive Tests meldete dem Kreissprecher zufolge der AWO-Pflegedienst in Leopoldshagen.

Polizei: "So eine Hartnäckigkeit haben wir noch nie erlebt"

14.00 Uhr: Weiterhin drängt die Polizei die Demonstranten mit Wasserwerfern am Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor in Berlin zurück. Diese pfeifen und wollen nach wie vor nicht weichen. "So eine Hartnäckigkeit haben wir noch nie erlebt", sagt Polizeisprecherin Anja Dierschke zu FOCUS Online: "Die Leute wissen wahrscheinlich gar nicht, dass sie eine Straftat begehen, wenn sie gegen das Versammlungsverbot verstoßen." Vereinzelt kam es zu Festnahmen. FOCUS Online/Matthias Hochstätter Die Demonstranten harren am Reichstag aus, obwohl die Veranstaltung offiziell von der Polizei.

Hinter dem Reichstag auf der Marschallbrücke demonstrieren hingegen nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen friedlich, aber dicht an dicht gedrängt weiter. FOCUS Online/Matthias Hochstätter Wasserwerfer-Einsatz am Platz des 18. März in Berlin

Polizei: Flaschen, Steine und Böller bei Corona-Demo auf Einsatzkräfte geworfen

13.44 Uhr: Bei den Protesten in Berlin ist es laut Polizei auch zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. "Unsere Kollegen wurden mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen sowie mit Pfefferspray angegriffen", twitterte die Behörde am Mittwoch. Die Beamten hätten körperlichen Zwang und Pfefferspray eingesetzt und einige Angreifer festgenommen. Zahlen wurden nicht genannt. Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro, beklagte bei Twitter, mit solchen Taten würden Verletzungen fahrlässig in Kauf genommen.

FOCUS Online Zwei Polizisten setzen einen Demonstranten bei der Querdenker-Demo in Berlin fest.  

Ausschreitungen nach Auflösung von Corona-Demo – Polizei setzt Wasserwerfer ein

12.43 Uhr: Nach der Auflösung der Corona-Demo in Berlin kommt es zu Ausschreitungen. Die Polizei setzt Wasserwerfer und Pfefferspray ein. dpa-Reporter berichteten von aggressiver Stimmung. Rund 5000 Menschen stehen weiterhin dicht gedrängt zwischen Brandenburger Tor und Reichstag, pfeifen und skandieren die Nationalhymne. Die Polizei setzt nun Wasserwerfer ein. Christoph Soeder/dpa

Die Polizei greift nun massiv durch und räumt brachial den Platz vor dem Brandenburger Tor. Böller und Rauchbomben fliegen in Richtung Polizei​. Die Demonstranten ziehen sich ein paar Meter zurück und spannen Regenschirme auf. "Wir sind das Volk!" schreien sie. Paul Zinken/dpa

Die Polizei kämpft sich mit Einsatzkräften und Wasserwerfern Meter um Meter vor, um den Platz zu räumen. Die Demonstranten denken nicht daran, freiwillig zu gehen. FOCUS Online/Matthias Hochstätter Wasserwerfer sind am Brandenburger Tor im Einsatz.

Corona-Demo wird aufgelöst, Wasserwerfer fahren vor

12.19 Uhr: Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird aufgelöst. Wie die Polizei nach einer Reihe von Verstößen gegen die Maskenpflicht am Mittwoch mitteilte, erklärte der Versammlungsleiter die Versammlung auf der Straße des 17. Juni für beendet. Paul Zinken/dpa

Bei den Protesten in Berlin-Mitte hat die Polizei nahe dem Reichstagsgebäude derweil Wasserwerfer vorfahren lassen – die kurz darauf auch zum Einsatz kamen.

Polizei: Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nase-Schutz wirkungslos

11.49 Uhr: Bei den Protesten gegen die Corona-Politik in Berlin kann die Polizei die Vorgaben zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz nach eigenen Worten nicht durchsetzen. "Unsere Aufforderungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zeigen leider keine Wirkung", twitterte die Behörde am Mittwoch. Einsatzkräfte hätten nun die Anweisung, auch Freiheitsentziehungen durchzuführen. "Sollte das nicht helfen, bleibt nur noch die Auflösung der Versammlung", hieß es.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte angekündigt, die Corona-Regeln bei den Demonstrationen mit allen zulässigen Mitteln durchzusetzen. "Wir werden alles daran setzen, keine Versammlungen ohne Mund-Nasen-Schutz zuzulassen." Sollte es dennoch dazu kommen, werde die Polizei diese schnellstmöglich auflösen. Paul Zinken/dpa

Die Polizei schätzt die Teilnehmerzahl bei den Demonstrationen gegen die Corona-Politik der Bundesregierung in Berlin-Mitte auf mehrere Tausend. Allein im Bereich am Brandenburger Tor hätten sich 5000 bis 10.000 Menschen versammelt und es gebe weiteren Zustrom, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Weitere rund 1000 Demonstranten hielten sich an der Marschallbrücke auf.

2200 Polizisten am Brandenburger Tor – Corona-Gegner protestieren am abgesperrten Reichstag

11.01 Uhr: Nachdem das Bundesinnenministerium am Dienstag alle Demonstrationen innerhalb der Bannmeile verboten hat, dürfen heute dennoch Tausende vor dem Brandenburger Tor demonstrieren. Darunter auch Impfgegner, "Querdenker" und Reichsbürger. Mit Aussagen wie "Wir wollen, dass dieser Irrsinn ein Ende hat Friede und Freiheit!" und "Make Love Not Law" stellen sich die Demonstranten gegen die heutige Verabschiedung der Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Abstandsgebot und Maskenpflicht werden von den meisten missachtet. FOCUS Online/Matthias Hochstätter Demo vor dem abegsperrten Reichstag in Berlin.

Die Polizei ist auf Deeskalation bedacht. Polizeisprecherin Anja Dierschke zu FOCUS Online: "Wir sind heute mit über 2000 Polizisten aus zehn Bundesländern und der Bundespolizei im Einsatz. Zehn Versammlungen sind geplant. Bislang gab es lediglich Anfeindungen gegen Polizisten und Journalisten."

Weil der Bundestag bei seiner Arbeit nicht behindert werden darf, sind Demonstrationen besonders während der Sitzungen direkt vor dem Parlament in Berlin verboten. Die Gegner der Corona-Regeln rufen im Internet aber trotzdem zum Protestieren auf."

Mehrere Hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich am Morgen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik davor. Die Stimmung sei bislang ruhig, sagte ein Polizeisprecher.

Auf das Tragen von Masken und Abstand achtet bei der Demo kaum jemand. Die Polizei versucht per Lautsprecherdurchsagen zu unterstützen und die Teilnehmer dazu zu bewegen, die Vorschriften einzuhalten.

Biontech spricht nun sogar von 95-prozentigem Impfschutz

10.45 Uhr: Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt. Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen am Mittwoch. So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Vergangene Woche hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff nach Zwischenergebnissen klinischer Studien einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Auch der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt für sein ähnliches Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet. Biontech/dpa

Katastrophenzelte vor Krankenhaus in Mönchengladbach – Bundeswehrsoldaten helfen

10.32 Uhr: In der frühen Phase der Corona-Krise schockten Bilder aus New York und auch aus Italien die Welt. Corona-Kranke und sogar Tote lagen außerhalb der Krankenhäuser herum, weil Kapazitäten erschöpft waren. In Deutschland gab es diese verheerende Situation nicht, doch jetzt verschärft sich die Lage im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach so, dass die Bundeswehr den Ärzten und Pflegern im Elisabeth-Krankenhaus helfen muss, weil das Stammpersonal überlastet ist. Das berichtet "RP Online". Stadt Mönchengladbach/Städtische Kliniken Im Notfallzelt vor dem Krankenhaus in Mönchengladbach: Das medizinisches Personal wird von der Bundeswehr verstärkt.

Schlimmer: Jetzt reicht der Platz im Krankenhaus zur Versorgung nicht mehr aus, sodass Helfer des Deutsche Rote Kreuz bereits am Samstag zwei Katastrophenzelte vor dem Haupthaus des Krankenhauses aufgebaut haben. Der zusätzliche Raum soll die Notaufnahme entlasten und Patientenströme trennen. "Unsere Aufgabe ist es, den zivilen Kollegen wieder ein bisschen Luft zu verschaffen", erklärte Oberstleutnant Roland Beeten gegenüber der Zeitung.

"Wir haben schon jetzt mehr Patienten mit Covid als zu Spitzenzeiten während der ersten Welle im Frühjahr. Und die Lage spitzt sich seit Tagen kontinuierlich weiter zu", sagte Dr. Harald Lehnen, Ärztlicher Direktor der Städtischen Kliniken. "Mit eigenen Leuten hätten wir das nicht gewährleisten können. Wir sind am Limit", sagte Cedric Bräuer, pflegerischer Leiter der Zentralen Notaufnahme. Das größere Problem seien nicht die fehlenden Betten und Beamtmungsgeräte, sondern der Mangel an Pflege- und Fachpersonal.

 

Berliner Polizei erwartet "Mammutaufgabe" bei neuen Corona-Protesten

08.34 Uhr: Die Polizei in Berlin stellt sich bei den Protesten von Gegnern der Corona-Politik an diesem Mittwoch auf einen schwierigen Einsatz ein. Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sagte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, die jüngsten Demos in Leipzig und Frankfurt hätten gezeigt, wie schnell solche Demonstrationen eskalieren und wie schnell es eine Hilflosigkeit der Polizei geben könne.

"Es wird eine Mammutaufgabe heute. Die Versammlung, über die wir momentan reden, das sind andere Versammlungen, als die, mit denen die Berliner Polizei sonst zu tun hat", sagte Jendro. Deswegen werde es vor Ort sehr auf Improvisationstalent ankommen. Die Berliner Polizei sei erfahren genug, dass sie die Lage in den Griff bekommen werde. Kay Nietfeld/dpa

Coronavirus-Neuinfektionen sinken – Niederlande lockern Lockdown-Beschränkungen

08.09 Uhr: Die Niederlande sind Deutschland in der Corona-Pandemie einen Schritt voraus. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel weiter die Maßnahmen verschärfen will und dies zuletzt vorerst nur am Widerstand der Länderchefs scheiterte, nehmen die Niederlande wieder einen Teil der Lockdown-Einschränkungen zurück. Das gab Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in der Hauptstadt Den Haag bekannt.

Der Amüsierbetrieb startet wieder: So dürfen Theater, Museen, Kinos, Bibliotheken und Schwimmbäder öffnen, ebenso wie Zoos, Vergnügungsparks und Casinos. Zu weit geht die neue Freiheit aber nicht, denn Bars, Restaurants und Cafés müssen weiter geschlossen bleiben. Worldofmeters/Screenshot Das Corona-Infektionsgeschehen in den Niederlanden (Stand: 18.11.2020)

Die Niederlande verzeichneten am Dienstag 4320 neue Corona-Fälle – das sind 547 weniger als noch am Vortag. Der Trend ist eindeutig rückläufig in dem 17-Millionen-Einwohner-Land. Den vierten Tag in Folge sinken die Zahlen.

Australischer Bundesstaat muss wieder in den Corona-Lockdown

07.20 Uhr: Nach einem erneuten Auftreten von Corona-Fällen in der australischen Metropole Adelaide hat der Bundesstaat South Australia am Mittwoch einen sechstägigen Lockdown für seine fast zwei Millionen Einwohner angekündigt. Die restriktive Maßnahme gilt ab Donnerstag um Mitternacht, wie die Behörden mitteilten. Sechs Tage lang sollen dann Schulen, Restaurants und Fabriken geschlossen bleiben. Die Menschen sind aufgefordert, Zuhause zu bleiben. Auch Sport im Freien ist während des Zeitraums untersagt. © Joshua Primiero Adelaide, die Hauptstadt von Südaustralien, überzeugt als charmante Metropole, in der sich Genuss mit entspanntem Lebensstil, Großstadtflair und Natur verbinden Adelaide im australischen Bundesstaat South Australia

"Die Zeit drängt, und wir müssen schnell und entschlossen handeln", sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Steven Marshall.

Erst Anfang November hatte Australien verkündet, erstmals seit fast fünf Monaten keine Neuinfektionen mehr registriert zu haben. Wegen der Corona-Pandemie galten in Australien extrem strenge Auflagen. Insgesamt ist Australien bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Bei einer Einwohnerzahl von 25 Millionen wurden über 27.700 Corona-Infektionen und 907 Todesfälle verzeichnet.

"Kanzleramt wollte Ministerpräsidenten überfahren": Lindner äußert deutliche Kritik an Regierung

05.31 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat in einem Interview mit dem "Spiegel" deutliche Kritik an der jüngsten Corona-Politik von Kanzlerin Merkel und der Bundesregierung geäußert. "Das Kanzleramt wollte die Ministerpräsidenten offenbar mit einer spontanen Entscheidungsvorlage überfahren", sagte Lindner dem "Spiegel" und spielte damit auf den Corona-Gipfel am vergangenen Montag an, bei dem die Ministerpräsidenten Merkel in gewisser Weise ausgebremst hatten. Linder kritisiert, dass die neuesten Vorschläge wirken würden "wie reiner Aktionismus" und seiner Meinung nach der Bevölkerung nicht jede Woche neue Beschlüsse zugemutet werden könnten. "Wir dürfen das Land nicht komplett lahmlegen", betont Lindner.

Steinmeier: Deutschland sollte Coronavirus-Impfstoff mit armen Ländern teilen

03.11 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert Deutschland und Europa auf, ihre Kontingente eines Impfstoffes gegen das Coronavirus mit ärmeren Ländern zu teilen. "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in ärmeren Ländern der Welt so rasch wie möglich zu schützen", schrieb der Bundespräsident in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel". 

dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier freut sich über den Sieg Joe Bidens bei der US-Wahl.  

Ärmeren Ländern zu helfen und Teile ihrer Bevölkerung zu impfen, sei nicht allein ein Akt der Solidarität, betonte der Bundespräsident. Eine Pandemie, die in anderen Ländern weitergehe, koste Wohlstand und Leben. Außerdem bestehe die Gefahr einer Mutation des Virus anderswo, "die dann auch uns erneut gefährdet". 

15.794 Neuinfektionen in Deutschland – mehr als 2000 Covid-Patienten müssen beatmet werden

21.09 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer vom Dienstag 15.794 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der positiven Tests bundesweit auf insgesamt 824.546. Bislang sind 12.891 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 120.861 (+2135), 2332 Todesfälle (+36)
  • Bayern: 160.865 (+1790), 3193 Todesfälle (+51)
  • Berlin: 50.606 (+1572), 393 Todesfälle (+22)
  • Brandenburg: 14.288 (+409), 261 Todesfälle (+7)
  • Bremen: 8457 (+123), 102 Todesfälle (+4)
  • Hamburg: 20.830 (+424), 262 Todesfälle (+0)
  • Hessen: 66.503 (+1024), 905 Todesfälle (+32)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 4616 (+153), 42 Todesfälle (+2)
  • Niedersachsen: 56.827 (+944), 927 Todesfälle (+19)
  • Nordrhein-Westfalen: 207.218 (+4405), 2700 Todesfälle (+63)
  • Rheinland-Pfalz: 34.122 (+686), 381 Todesfälle (+11)
  • Saarland: 10.721 (+202), 239 Todesfälle (+6)
  • Sachsen: 36.829 (+1111), 555 Todesfälle (+41)
  • Sachsen-Anhalt: 8673 (+285), 108 Todesfälle (+2)
  • Schleswig-Holstein: 11.912 (+294), 227 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 11.218 (+237), 264 Todesfälle (+10)

Gesamt (Stand 17.11., 21.01 Uhr): 824.546 (+15.794), 12.891 Todesfälle (+306)

Vortag (Stand 16.11., 21.21 Uhr): 808.752, 12.585 Todesfälle

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 530.200 (Vortag: Rund 515.200)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei: 281.473 (Vortag: 280.967)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (Stand: 17.11.): 1,00 (Vortag: 1,12)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3517 (+81)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 2010 (+39)

Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind 530.200 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit sind derzeit 281.473 Menschen in Deutschland akut infiziert (aktive Fälle).

Inzwischen werden mehr als 3500 Menschen intensivmedizinisch behandelt. Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor. Die Zahl der beatmeten Covid-Patienten stieg zudem über 2000.

Der R-Wert fiel am Dienstag wieder stärker – von 1,12 auf 1,00. Somit steckt eine infizierte Person im Schnitt genau eine weitere Person an. Der bundesweite Inzidenzwert fiel am Dienstag leicht. Laut RKI liegt dieser bei 141 (gegenüber 143 am Montag).


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