Beunruhigender Trend hält an: 773 neue Fälle – Die zweite Welle ist schon da

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 15 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 205.274 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Dritter größerer Corona-Ausbruch in China (07.06 Uhr) +++ Zahl der Infizierten in österreichischer Touristen-Hochburg steigt erneut (06.49 Uhr)

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TOP-NEWS: Virus springt nach Ausbruch in China von Stadt zu Stadt

07.06 Uhr: Nach dem neuen Ausbruch des Coronavirus in Dalian in Nordostchina sind mehr als 400 Flüge in die Hafenstadt gestrichen worden. Bis Montagmorgen seien 79 Prozent aller Flüge storniert worden, wie die Zeitung "Global Times" berichtete. In der Sechs-Millionen-Metropole wurden am Vortag wieder 14 neue Infektionen mit dem Virus berichtet.

Von Dalian, wo die ersten Fälle in einer Fischfabrik lokalisiert worden waren, hat sich das Virus in mindestens acht weitere Städte ausgebreitet, wie Staatsmedien berichteten. Inzwischen sind etwa mehr als 200 Erkrankungen in der Provinz Liaoning entdeckt worden. 36 Infizierte, die keine Symptome zeigen, sind unter Beobachtung.  

Nach Angaben von Minister Ma Xiaowei von der Gesundheitskommission in Peking, der am Freitag nach Dalian gereist ist, ist noch vieles unklar über die jüngsten Ansteckungen. Es ist nach Peking im Juni und Xinjiang in Nordwestchina in diesem Monat der dritte größere Ausbruch in China, seit das Virus in China weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Anfang Dezember vergangenen Jahres waren erstmals Fälle der Lungenerkrankung Covid-19 in der zentralchinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei entdeckt worden, die als Epizentrum der Pandemie gilt. Nach dem Höhepunkt der Krankheit in den ersten drei Monaten des Jahres hat China das Virus mit strikten Maßnahmen wie Abschottung von Zig-Millionen Menschen in den Griff bekommen.

Mit der Normalisierung des Lebens steigen die Zahlen jetzt langsam wieder – wenn auch im weltweiten Vergleich auf sehr niedrigem Niveau. Von 61 am Montag gemeldeten Infektionen waren 57 lokal übertragen. Die Nordwestregion Xinjiang meldete allein 41 neue Fälle.

TOP-NEWS: Infektionen in sieben Hotels in St. Wolfgang

06.49 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionsfälle am bei deutschen Urlaubern beliebten Wolfgangsee in Österreich ist weiter gestiegen. Die Zahl der positiv getesteten Menschen nahm um weitere neun Fälle auf 53 zu, wie ein Behördensprecher des Bundeslands Oberösterreich nach Angaben der Nachrichtenagentur APA in der Nacht zum Montag mitteilte. 

Damit wurden inzwischen alle am Samstag in St. Wolfgang vorgenommenen 628 Tests ausgewertet. Am Sonntag waren laut APA weitere 419 Tests vorgenommen werden, deren Ergebnisse am Montag vorliegen sollen. Getestet worden waren Mitarbeiter von Tourismus-Betrieben, Gäste und Einheimische. Von Infektionen betroffen sind nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur sieben Hotels, eine Pizzeria und zwei Bars in St. Wolfgang. Barbara Gindl/apa/dpa St. Wolfgang am Wolfgangsee in Oberösterreich

Die Behörden gehen davon aus, dass die Infektionen vor allem auf Praktikanten zurückgehen. "Die infizierten Praktikanten waren auf unterschiedliche Quartiere verteilt untergebracht und wohnten vielfach in Doppel- und Dreibettzimmern", sagte der Chef der Tourismus-Gesellschaft Wolfgangsee, Hans Wieser, der APA. Die Praktikanten trafen sich demnach auch in ihrer Freizeit, unter anderem in den beiden inzwischen geschlossenen Bars.

Die Ausbreitung des Virus in St. Wolfgang weckt Erinnerungen an den Corona-Ausbruch im österreichischen Wintersportort Ischgl, der im März zum Hotspot für Corona-Infektionen geworden war. In Ischgl hatten sich auch viele Touristen aus Deutschland angesteckt. Der Wolfgangsee im Salzkammergut ist bei deutschen Touristen sehr beliebt – auch der 2017 verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) verbrachte dort über Jahre hinweg regelmäßig seinen Urlaub.

Am Freitag hatten die österreichischen Gesundheitsbehörden wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen wieder eine verschärfte Maskenpflicht eingeführt. Unter anderem in Supermärkten sowie Bank- und Postfilialen muss nun wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

WHO: Risiko neuer Corona-Infektionen steigt, wenn es kühler wird

04.51 Uhr: Das Risiko neuer Corona-Infektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn die Urlaubszeit zu Ende geht und es kühler wird. Das liege daran, dass sich dann wieder mehr Menschen in geschlossenen Räumen statt draußen aufhalten, sagte eine WHO-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ob und wann es aber in welchen Ländern zu einem neuen Anstieg von Infektionen oder einer zweiten Welle komme, sei nicht vorherzusagen.

"Wir wissen, dass das Virus sich draußen weniger effektiv verbreitet als in geschlossenen Räumen, dass gut gelüftete Räume weniger Risiko bergen als schlecht gelüftete und dass das Abstand Halten ebenfalls eine Rolle spielt", sagte die Sprecherin. "Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Temperaturen und UV-Strahlung dürften auch eine begrenzte Rolle spielen."

Die tatsächlichen Übertragungsraten hingen aber vom Verhalten der Menschen und den geltenden Schutzmaßnahmen ab, um das Risiko von Covid-19 und anderen Atemwegserkrankungen, die sich in kälteren Monaten ausbreiteten, einzudämmen. Es könne nötig sein, bereits aufgehobene Maßnahmen vorübergehend erneut zu verhängen.

"Wir können keine Vorhersagen machen, wann die Pandemie weltweit oder in einem bestimmten Land ihren Höhepunkt erreicht, oder wo und wann wir mit neuen Höhepunkten oder Wellen von Fällen rechnen müssen", sagte die Sprecherin. Das Risiko eines Wiederaufflammens der Krankheit bestehe in jedem Land. "Mit der Pandemie umzugehen ist ein Marathon, kein Sprint."

TOP-NEWS: 276 neue Fälle in Deutschland – aber viele Bundesländer melden keine aktuellen Zahlen

21.00 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland liegt bei 276, jedoch meldeten fünf Bundesländer keine aktualisierten Fallzahlen (Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Die Zahl der Todesfälle liegt wie am Vortag bei 9090.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.828 (1841 Todesfälle)*
  • Bayern: 50.267 (2617 Todesfälle)*
  • Berlin: 9000 (223 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3544 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1745 (55 Todesfälle)*
  • Hamburg: 5321 (230 Todesfälle)
  • Hessen: 11.690 (518 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 843 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.200 (649 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 47.430 (1728 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7426 (238 Todesfälle)
  • Saarland: 2821 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5510 (224 Todesfälle)*
  • Sachsen-Anhalt: 1981 (63 Todesfälle)*
  • Schleswig-Holstein: 3323 (155 Todesfälle)
  • Thüringen: 3345 (182 Todesfälle)

*Diese Bundesländer haben keine neuen Fallzahlen gemeldet

Gesamt (Stand 26.07.2020, 21.00 Uhr): 205.274 (9090 Todesfälle)

Vortag (Stand 25.07.2020, 19.40 Uhr): 204.998 (9090 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 190 000

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 6184

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl:  1,22 (Stand 26.07.20)

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach RKI-Schätzungen nun bei 1,22 (Vortag: 1,24). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 25.7., 0.00 Uhr, bei 1,25 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Corona-Warn-App bekommt Update

20.23 Uhr: Nach technischen Problemen auf verschiedenen Smartphones hat die vielgenutzte deutsche Corona-Warn-App ein Update bekommen. Mit der neuesten Version sollen technische Schwierigkeiten auf dem iPhone von Apple beseitigt werden, wie der Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom mitteilten. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden. Seit dem Start Mitte Juni wurde sie von mehr als 16 Millionen Nutzern heruntergeladen.

Auf dem Apple-Betriebssystem iOS hatte die App zwar wie versprochen ständig anonyme Codes mit anderen Nutzern ausgetauscht – die Warnung vor gefährlichen Begegnungen erfolgte allerdings nicht im Hintergrund, sondern nur, wenn die App aktiv geöffnet war. Ähnliche Probleme tauchten bei bestimmten Android-Smartphones auf. Ursache war ein Energiesparmodus, der bei einigen Geräten die Aktualisierung eingeschränkt oder sogar deaktiviert haben könnte. dpa/Arne Dedert/dpa Technische Probleme mit der Corona-Warn-App treten auch bei iPhones auf.

Am Sonntagabend erklärten Kanzleramtschef Helge Braun, Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU), Telekom-Chef Timotheus Höttges und SAP-Vorstandssprecher Christian Klein: "Wie bei jeder neuen Entwicklung gibt es technische Herausforderungen. Nicht auf allen Mobiltelefonen lief die Anwendung der App ohne Einschränkungen." Die App habe zu jeder Zeit automatisch anonyme Schlüssel ausgetauscht. Der Austausch der Schlüssel von positiv getesteten Nutzern habe bei einigen Nutzern allerdings nicht immer automatisch im Hintergrund funktioniert, sondern nur, wenn sie die App einmal geöffnet hatten. "Für die Bundesregierung, wie für die Entwickler der Unternehmen war von Anfang an klar: Die Entwicklung der Corona-Warn-App ist nicht mit dem Start abgeschlossen, sondern ein Projekt, an dem wir täglich weiterarbeiten, um die App zu verbessern."

Bericht: Arbeitgeber verzögern neue Regeln für Schutz vor Sars-CoV-2

19.21 Uhr: Ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland wird immer noch um einheitliche Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmern gerungen. Zwar hat das Bundesarbeitsministerium schon Mitte April einen „Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ mit Empfehlungen erstellt, verpflichtende und bundesweit gültige Regeln gibt es bisher jedoch nicht. Nach Recherchen von "Süddeutscher Zeitung" und des Netzwerks Buzzfeed News Deutschland verzögert die Arbeitgeberseite das Vorhaben.

Manche Verbände versuchten die Krise sogar dazu zu nutzen, den Arbeitsschutz noch weiter herunter- statt hochzufahren. So heiße es in einem Brief der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) von Ende Mai: Der Entwurf für die Corona-Arbeitsschutzregel lasse sich „noch stark kürzen und auf das Wesentliche beschränken“. Und weiter: „In Hinblick auf das dringend notwendige vollständige Wiederhochfahren der Wirtschaft müssen alle Regelungen auf praxisnahe, schnelle und unkomplizierte Umsetzbarkeit geprüft werden!“ Konkret soll es bei den neuen Vorschriften um grundsätzliche Dinge gehen, etwa um Maskenpflicht und Abstand, die Trennung von Arbeitsplätzen, eine häufigere Reinigung und um bessere Lüftungssysteme.


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