Umfrage: Mehr Rückenschmerzen im Homeoffice?

„Haben Sie, seitdem Sie aus dem Home Office arbeiten, häufiger Rückenbeschwerden als sonst?“, lautet die Frage, die Anfang Juni in einer repräsentativen Civey-Umfrage einer Stichprobe von etwa 2.500 Menschen gestellt wurde.

Das Ergebnis war, dass eine knappe Zweidrittel-Mehrheit mit ‚Nein‘ antwortete. Nur vierunddreißig Prozent bejahten die Frage.

Die Betrachtung verschiedener Gruppierungen der Befragten gab dennoch Aufschluss darüber, unter welchen Bedingungen sich das Arbeiten aus dem Homeoffice auf die Rückengesundheit der Menschen auswirkt.

Männer haben weniger Beschwerden als Frauen

Zwischen den Geschlechtern gab es Unterschiede. Frauen scheinen im Homeoffice eher unter Rückenschmerzen zu leiden als Männer.

Über vierzig Prozent der weiblichen Befragten bejahten, während dies von den männlichen Befragten lediglich siebenundzwanzig Prozent taten.

Junge Menschen stärker betroffen

Ein leichter Trend ist außerdem bei den Altersgruppen zu sehen.

Zu mehr Rückenschmerzen im Homeoffice als alle anderen Altersgruppen neigen die Befragten zwischen achtzehn und neunundzwanzig Jahren.

Hier bejahten knapp vierzig Prozent die Untersuchungsfrage, während von den Fünfzig- bis Vierundsechzigjährigen nur dreißig Prozent angaben, mehr Rückenschmerzen zu haben.

Auszubildende klagen mehr über Rückenschmerzen

Ähnlich groß war auch der Unterschied zwischen Studierenden und Auszubildenden. Bei Letzteren waren es fast zehn Prozent mehr, die im HO vermehrt unter Schmerzen litten.

Ein Grund hierfür könnte sein, dass Studierende das Arbeiten von Zuhause aus eher gewöhnt sind als Auszubildende, die praktische Berufe erlernen.

Bei der Schulbildung sind die Abweichungen sogar noch größer. Diejenigen Befragten mit Abitur klagten deutlich weniger über mehr Rückenschmerzen als jene mit Hauptschulabschluss oder ohne Abschluss.

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Geschiedene weichen stark vom Gesamtergebnis ab

Ebenfalls eine Rolle spielten Familienstand und ob Kinder im Haushalt leben.

Geschiedene hatten erheblich mehr Rückenschmerzen als Ledige und Verheiratete/Verwitwete. Dies stellt eine der stärksten Abweichungen vom Gesamtergebnis dar.

Menschen mit Kindern haben ebenfalls mehr Rückenbeschwerden als jene ohne Nachwuchs im Haus.

Überraschend ist hierbei, dass der Familienstand sich stärker auf die Zahlen auszuprägen scheint als die Kinderfrage.

Hiermit in Zusammenhang stehen könnte die Annahme, Geschiedene hätten es in Corona-Zeiten schwerer gehabt, da die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sie in ihrem Sozialleben (wenn alleinlebend) schlimmer trafen.

Mehr Rückenschmerzen bei Städtern

Ein weiterer nicht unbedeutender Faktor war die Bevölkerungsdichte. Hier war eine leichte Tendenz ersichtlich, dass Menschen aus dichter bevölkerten Gebieten mehr Rückenschmerzen im HO haben, als Menschen aus dünn besiedelten Gebieten.

Womöglich nimmt hierbei der leichtere Zugang zu Grünflächen und Natur in ländlichen Regionen und somit besseren Möglichkeiten für Erholung und Ausgleich einen Einfluss.

Kimberly Papenthin

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