Staatsanwalt ermittelt gegen weitere Ex-Mitarbeiterin von Peter S.

Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt im Skandal um denZyto-Apotheker Peter S. nun auch gegen eine weitere frühere Mitarbeiterin: Siehat womöglich verhindert, dass die Unterdosierungen bereits im Jahr 2013 ansLicht der Öffentlichkeit kamen. 

Bereits seit längerem ermittelt die Staatsanwaltschaft Essenin Zusammenhang mit den Unterdosierungen gegen zwei frühere Mitarbeiter desBottroper Zyto-Apothekers Peter S., sowie gegen seine Eltern: wegen des Verdachts aufillegalen Arzneimittelgroßhandel sowie – im Falle der Mutter – wegen Beihilfezu den Betrugsstraftaten ihres Sohnes. Nach Informationen von DAZ.online leitetedie Staatsanwaltschaft Essen im Februar 2019 außerdem Ermittlungen gegen eineweitere ehemalige Mitarbeiterin, die PTA Sonja C. ein: Ihr früherer Ehemannhatte 2013 bereits Strafanzeige wegen Unterdosierungen gestellt – doch nachdemC. sowie die Anwälte des Apothekers die Vorwürfe bestritten haben, stellte dieStaatsanwaltschaft die damaligen Ermittlungen ein.

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„Blutgeld“ und fruchtlose Anzeigen im Zyto-Skandal

Es werde geprüft, ob C. sich „möglicherweise wegen Strafvereitelung zugunsten Peter S. strafbar gemacht hat“, erklärt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Denn sie habe im Rahmen der früheren Ermittlungen gegen den Apotheker „alle von ihrem Ex-Mann U. erhobenen Vorwürfe als erfunden dargestellt“.

Nahmen Mitarbeiter von S. „Blutgeld“ an?

Nach Kenntnis von DAZ.online hat außerdem die Mutter von U. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Essen gestellt und S., dessen Eltern – beides Pharmazeuten – sowie ihre frühere Schwiegertochter C. belastet. Sie erklärt, ihre Schwiegertochter habe viel Geld von den Eltern sowie von S. in bar erhalten. Ähnliches hatte schon U. im Prozess gegen Peter S. vor dem Landgericht Essen ausgesagt: Seine Ex-Frau – die PTA Sonja C. – habe monatlich vierstellige Beträge in bar erhalten. Anfangs habe er dies als Honorierung für gute Leistungen verstanden. „Irgendwann war es so viel, dass ich gesagt habe, das ist nicht normal – du wirst für etwas bezahlt, was nicht richtig ist“, sagte U. im Gericht. Er sprach von „Blutgeld“.

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