Im Drogenrausch riss sich die 20-jährige Kaylee die Augen aus

Kaylee Muthart war eine Einser-Schülerin und wollte Meeresbiologin werden. Dann begann sie Drogen zu nehmen und ihr Leben entglitt ihr. Mit 20 Jahren riss sie sich im Drogenrausch die Augen aus und ist nun blind. Sie sagt: „Ich bin jetzt glücklicher als vor dem Vorfall. Ich bin lieber blind als drogenabhängig.“

Mit 18 trank Kaylee ab und zu Alkohol und rauchte regelmäßig Marihuana. Doch sie hatte die Drogen im Griff, sagte sie. Bis zum vergangenen Sommer: Kaylee kiffte mit einem Freund und wurde dadurch so high wie noch nie zuvor. "Ich fühlte mich unglaublich nah bei Gott", beschreibt sie das Gefühl auf der Seite des "Cosmopolitan", wo die Schülerin aus South Carolina ihre dramatische Geschichte aufgeschrieben hat.

Sie glaubt, dass das Marihuana an diesem Abend mit Kokain oder Crystal Meth vermischt gewesen sein muss. Zwei Drogen, die sie eigentlich niemals nehmen wollte.

Ihr Freund trennte sich, sie war einsam

Monate später trennte sich ihr Freund von ihr, sie fühlte sich einsam und alleine. "Ich erinnerte mich, wie ich mich gefühlt hatte als ich das gestreckte Gras geraucht hatte und wollte dieses Gefühl wieder haben", schreibt sie. Sie besorgte sich Crystal Meth und rauchte es. Sie halluzinierte, war stundenlang wach und zerkratzte sich das Gesicht, weil sie glaubte, dass ihr Gesicht voller Pickel sei.

Als der Rausch vorbei war, war sie schockiert. Meth wollte sie nicht mehr nehmen, doch stattdessen probierte sie Ecstasy. Sie schmiss die Pillen regelmäßig ein und studierte dann die Bibel – und landete schnell wieder bei Crystal Meth. Denn sie wurde sich sicher: Meth würde sie näher zu Gott bringen. Ihr Konsum wurde immer heftiger und sie pflegte fast nur noch Kontakte zu Drogenabhängigen.

Sie stimmt einem Entzug zu

Ihrer Mutter bleibt der Absturz ihrer Tochter nicht verborgen. Doch sie fühlt sich hilflos, sie kann ihre Tochter nicht zu einer Therapie zwingen. Sie spricht mit ihrer Tochter und die zeigt sich einsichtig und stimmt einem Entzug zu.

Doch einen Tag nach dem Gespräch mit der Mutter besorgt sie sich wieder Meth und nimmt eine höhere Dosis als jemals zuvor. Stundenlang hatte sie Halluzinationen und dann nahm das Unglück seinen Lauf: Screenshot Instagram Vor vier Jahren konnte Kaylee noch sehen.

"Ich stand vor einer Kirche und hatte den Gedanken, dass ich die Welt nur retten könnte, wenn ich ein großes Opfer bringe", schreibt sie. Sie beschloss im Wahn, ihr Augenlicht zu  opfern und verstümmelte sich selbst

Sie riss sich die Augen aus

"Ich drückte meinen Daumen, Zeige- und Mittelfinger in die Augen, griff meine Augäpfel und zog an ihnen. Es strengte mich immens an, es war das Schwerste, das ich jemals getan habe. Ich konnte nichts mehr sehen, also weiß ich nicht, ob da Blut war. Ich bin sicher, die Drogen haben den Schmerz betäubt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bis ins Gehirn gegriffen hätte, wenn der Pastor mich nicht schreien gehört hätte. 'Ich will das Licht sehen' hatte ich geschrien. Der Pastor hielt mich zurück. Er sagte später, als er mich fand, hätte ich meine Augäpfel in der Hand gehabt und sie zerdrückt – irgendwie seien sie aber noch mit meinem Kopf verbunden gewesen."

Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und sofort operiert – doch ihr Augenlicht war nicht zu retten. Kaylee ist nun blind, doch seit dem schrecklichen Vorfall hat sie keine Drogen mehr angefasst, sagt sie.

"Ich bin lieber blind als drogenabhängig"

"Es brauchte diesen Vorfall, um mich auf den richtigen Weg zurückzuführen und ich bin glücklich, dass ich hier bin. Ich bin lieber blind als drogenabhängig", schreibt sie.

Auf einem Onlineportal sammelt sie Spenden, damit sie sich einen Blindenhund anschaffen kann. Nach dieser schrecklichen Zeit will sie jetzt wieder an ihrem Berufstraum arbeiten: Sie will Meeresbiologin werden.

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