Bayer muss nach US-Glyphosat-Prozess Schadensersatz in Milliardenhöhe zahlen

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat in den USA auch den dritten Prozess wegen des Unkrautvernichters Glyphosat verloren. Die Geschworenen des Gerichts im kalifornischen Oakland urteilten am Montag, dass Bayer mehr als zwei Milliarden Dollar Schadenersatz an die Kläger zahlen müsse. Das Verfahren angestrebt hatte das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod, die beide über 70 Jahre alt und an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sind. Sie machen dafür die jahrzehntelange Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup verantwortlich. „Sie haben uns keine Wahl gelassen, nachdem wir ihre Werbung gesehen hatten, dachten wir es sei unglaublich sicher. Wir kämpfen nun seit neun Jahren mit dem Krebs, Al länger als ich. Die Ursache dafür war Roundup“ Bayer teilte mit, der Konzern sei von der Entscheidung der Jury in Oakland enttäuscht und kündigte an, Rechtsmittel einzulegen. Die Vorwürfe gegen Glyphosat hatte Bayer stets zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass Zulassungsbehörden weltweit das Herbizid bei sachgemäßer Anwendung als sicher bewerteten. In den USA sieht sich Bayer inzwischen mit etwa 13.400 Klägern wegen des von Monsanto entwickelten Herbizids konfrontiert. In zwei Fällen wurde der Konzern bereits zu Schadenersatzzahlungen von insgesamt knapp 160 Millionen Dollar verurteilt. Bayer hat zwar Berufung eingelegt oder angekündigt, viele Experten gehen aber letzten Endes von einem teuren Vergleich aus.

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