Apotheker sollen Statine direkt an Risikopatienten abgeben

Der National Health Service (NHS) England will dafür sorgen, dass Statine in Apotheken in Zukunft direkt an gefährdete Herz-Kreislauf-Patienten abgegeben werden, um Herzkrankheiten zu verringern. Dies sieht der Fünfjahres-Langzeitplan vor.

NHS bezahlt die Apotheker für Gesundheitschecks

„Apotheker sind hochqualifizierte Gesundheitsexperten, die von Patienten sehr geschätzt werden“, wird NHS-Chef Simon Stevens zitiert. „Da der NHS die Apotheker dafür bezahlen wird, dass sie vor Ort Gesundheitschecks durchführen, ist es sinnvoll zu prüfen, ob es nicht auch ein breiteres Spektrum von Arzneimitteln gibt, auf das Patienten dort ebenfalls bequem zugreifen könnten.“ Der NHS werde nun mit der Arzneimittelaufsichtsbehörde MHRA (Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency) und der Industrie zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie dies am besten umsetzt werden könnte. Die Ergebnisse der Überprüfung von NHS England und Improvement sollen den Herstellern und der MHRA vorgelegt werden, die dann das letzte Wort dazu haben wird.

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6.000 Schlaganfälle und Herzinfarkte weniger

Wenn nur 45 Prozent der Menschen mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (laut NICE höher als 10 Prozent) identifiziert und behandelt würden, könnten in den nächsten zehn Jahren 6.000 Schlaganfälle und Herzinfarkte vermieden werden, rechnet der NHS England vor. Die Behandlung solcher Erkrankungen koste den Gesundheitsdienst jedes Jahr mehr als 7 Milliarden Britische Pfund. Hinzu kämen Dominoeffekte aufgrund der lebenslangen Auswirkungen und Behinderungen im Wert von 16 Milliarden Pfund

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