Mit dem Smartphone im Bett: Millionen Menschen leiden unter schlaflosen Nächten

Deutschland findet nicht in den Schlaf – und Schuld daran ist das Licht unserer Smartphones. Das ist das Ergebnis einer Studie des Smartphone-Herstellers OnePlus.

Knapp 30 Prozent der Erwachsenen geben an, dass sie schlecht schlafen, weil sie das Telefon nicht aus der Hand legen können. Dabei ist das Licht des Displays Gift für den Schlaf.

Grell beleuchtet in die Schlaflosigkeit

Die blau getönte Beleuchtung gaukelt dem Auge Tageslicht vor, die Produktion des Schlafhormons Melatonin wird blockiert. Die Folge: Durchwachte Nächte.

Ganz besonders sind die betroffen, die quasi mit dem Smartphone groß geworden sind.

Niemandem fällt das Loslassen schwerer als den 18 bis 34-Jährigen, die zu 40 Prozent angaben, zwischen 19 Uhr abends und 3 Uhr morgens aufs Display zu schauen.

Je älter die Befragten waren, desto geringer die Nutzung am späten Abend: Nur noch 16 Prozent der Menschen über 55 werden von der Technologie wachgehalten.

Bildergalerie: 11 Tipps für besseren Schlaf

Smartphone am Abend aus für besseren Schlaf

Dass Deutschland nachts wach liegt, ist wahrlich kein Wunder, wenn man sich einen weiteren Aspekt der Studie ansieht: Nach dem Wohnzimmer liegt das Schlafzimmer nämlich auf Platz 2 der Orte im Haus, an denen das Smartphone besonders häufig genutzt wird.

Dabei raten Experten schon lange dazu, dass Nutzer den Gebrauch ihrer Telefone im Laufe des Abends herunterfahren und idealerweise vorm Zubettgehen ganz einstellen.

Lisa Artis von britischen Sleep Council rät zudem zu einer „Zu-Bett-Geh-Routine (…), die entspannend und beruhigend wirkt” und zu regelmäßigen Schlafzeiten.

Wer so gar nicht vom Smartphone lassen kann, kann das blaue Licht auch mittels spezieller Apps filtern. Die meisten neueren Telefone haben diesen Filter zudem bereits serienmäßig eingebaut.

Die Folgen von zu wenig Schlaf

Ist die Schlafdauer zu kurz und die Schlafintensität zu schwach, bekommt der Körper dies schnell zu spüren.

Vor allem wird verstärkt das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, der Gegenspieler des Melatonins. Das Hormon bewirkt, dass sich der Blutdruck erhöht und der Körper in den Überlebensmodus schaltet und demnach die Fettzellen auffüllt. Zudem kommt es zu Kopfschmerzen und geringer Leistungsfähigkeit.

Zusätzlich schwächt eine langfristig hohe Cortisolausschüttung das Immunsystem. Der Körper wird anfälliger für Viren und Bakterien.

Auch der Trainingserfolg bleibt aus, da die erhöhte Cortisolproduktion die Bildung des Wachstumshormons Testosteron hemmt sowie die Regeneration der Muskelzellen blockiert.

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