Abnehmen mit der Sugar Buster-Diät: Schlank dank komplettem Zuckerverzicht

Egal ob Paleo, Low Carb oder Keto – Diäten gibt es wie Sand am Meer und sie alle versprechen eins: schnelles und unkompliziertes Abnehmen.

Dieses Versprechen kann in den meisten Fällen allerdings leider nicht gehalten werden – oft steht der gefürchtete Jojo-Effekt schon in den Startlöchern.

Um diesen zu verhindern, ist eine langfristige Ernährungsumstellung und das Ablegen von alten Gewohnheiten nötig.

Auf dieser Idee basiert auch die Sugar Buster Diät – sie sieht nur den Verzicht auf einen bestimmten Inhaltsstoff vor, und soll so die Kilos nachhaltig verschwinden lassen.

Darum ist der Körper so abhängig von Zucker

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt eine maximale Zufuhr von 50 Gramm Zucker pro Tag – durch die ein oder andere schlechte Angewohnheit lässt sich diese Grenze aber leicht sprengen.

Ein zu hoher Zuckerkonsum ist also eher die Regel als die Ausnahme – und das, obwohl Zucker meist genau so abhängig macht wie Zigaretten oder Alkohol.

Doch nicht nur herkömmlicher Haushaltszucker ist Schuld daran, dass diese Grenze schnell überschritten wird. Die Nahrungsmittelindustrie setzt durchschnittlich drei von vier Produkten Zucker zu, der nicht benötigt wird.

Heißt: 75 Prozent aller Produkte, die tagtäglich im Lebensmittelhandel gekauft werden, sind süßer als sie sein müssten.

Wer vermehrt Haushaltszucker oder Industriezucker konsumiert, wird langfristig ein stetiges Verlangen nach Süßem beibehalten und damit Heißhungerattaken fördern – ein Teufelskreis.

So funktioniert die Sugar Buster-Diät

Bereits seit den 1990er Jahren wird die Sugar Buster-Diät im Kampf gegen die Kilos eingesetzt.

Die Ernährungsform basiert auf einem recht einfachen Prinzip – alle Lebensmittel, die industriellen Zucker enthalten, sind tabu.

Diese Zuckerzusätze lassen den Blutzuckerspiegel stark ansteigen und regen somit die Insulinproduktion an, die den Fettabbau hemmt.

Fertiggerichte, aber auch raffinierte Kohlenhydrate wie in Weißmehl oder Pasta sollten also dringend vom Speiseplan gestrichen werden. Industriezucker ist überflüssig – der Körper hat die Fähigkeit, die nötige Glucose aus Obst, Gemüse oder Reis zu gewinnen.

Erlaubt sind hingegen eiweißreiche Lebensmittel und gesunde Fette wie Fleisch, Fisch, Gemüse und Hülsenfrüchte. Solange es sich um Früchte handelt, die nicht allzu viel Fruchtzucker enthalten, ist auch Obst erlaubt.

3 Tipps, um Zucker im Alltag zu vermeiden

Zugegeben, ein drastischer Zuckerentzug klingt nicht gerade nach einem gemütlichen Spaziergang – ist aber durchaus möglich.

Mit ein paar einfachen Tricks fällt es leichter, Zucker komplett aus dem Alltag zu streichen und so dem Wunschgewicht endlich näher zu kommen.

1. Fokus auf die richtigen Lebensmittel

Bei der Sugar Buster-Diät geht es nicht darum, radikal jede Art von Zucker aus dem Speiseplan zu streichen – das ist fast unmöglich. Vielmehr möchte diese Ernährungsform das Bewusstsein für die richtigen Lebensmittel stärken.

Anstatt industrielle Fertigprodukte als Süßungsquelle anzustreben, sollte man auf eine pflanzliche umsteigen. Ahornsirup kann hier zum Beispiel nützlich sein.

Bildergalerie: So viele Stück Würfelzucker stecken in diesen Produkten

2. Vermehrt selbst kochen

Wer verstärkt möglichst unbehandelte Lebensmittel im Supermarkt kauft und diese frisch und selbst zu Hause zubereitet, kann selbst bestimmen, wie viel Zucker er seinem Körper zumuten möchte – und welche Art.

Dies gilt übrigens nicht nur für die Hauptmahlzeiten, sondern auch für gesunde Snacks zwischendurch.

3. Früher ins Bett gehen und mehr schlafen

Tatsächlich ist die größte Süßigkeitenfalle und schlimmste Angewohnheit der meisten Zuckerabhängigen das Naschen am Abend auf dem Sofa, während gemütlich der Fernseher läuft – wie selbstverständlich gehören Gummibärchen und Schokolade dann dazu.

Der Appetit auf Süßes kann verfliegen, sobald man Zähne putzt und zeitiger ins Bett geht – wer schläft, kann nicht schwach werden. Zusätzlich haben ausgeschlafenere Menschen seltener Heißhungerattacken und ihre Gelüste besser im Griff.

Wie effektiv ist die Sugar Buster-Diät?

Macht die Sugar Buster-Diät wirklich Sinn oder ist ist der Jojo-Effekt auch hier vorprogrammiert? Das sagt FIT FOR FUN-Ernährungswissenschaftlerin Andra Schmidt dazu:

„Die Sugar Buster-Diät klang für mich zunächst etwas prollig, aber dahinter versteckt sich eine gesunde, nachhaltige Ernährungsphilosophie. Zucker verantwortet derzeit Krankheitsbilder wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Diabetes. Die Mehrheit der Deutschen nimmt mehr Zucker auf, als der Körper eigentlich an Energie benötigt.

Generell werden Kohlenhydrate in der Leber zu Glucose, sprich zu Zucker, abgebaut. Glucose ist der wichtigste Energielieferant für Gehirn und Muskelzellen. Doch zu viel Glucose wird nicht mehr in der Leber „für schlechte Zeiten“ gespeichert, sondern in den Fettzellen gebunkert.

Genügend Energie für ein optimales Leistungsniveau erhält jeder aus Gemüse, Hülsenfrüchte, Pseudogetreide, Kartoffeln, Reis und Vollkornprodukten (Vorsicht: viele Fertigprodukte enthalten zugesetzten Zucker).

Die Sugar Buster-Diät verfolgt eine sehr gute Strategie. Durch das naturbelassene Kochen ohne Fertigprodukte, den Verzicht auf Süßigkeiten, Limonaden und Gebäck, schrumpfen die Fettzellen und man nimmt automatisch ab. Die Muskelmasse bleibt dabei aber erhalten. Zudem wird sich die Darmgesundheit verbessern, da unliebsame Bakterien keinen Nährboden in Form von Zucker erhalten.

Weitere Vorteile: besserer Schlaf, bessere Konzentration, bessere sportliche Leistungsfähigkeit und ein besseres Hautbild.“

Quelle

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Empfehlung zur maximalen Zuckerzufuhr in Deutschland, abgerufen am 15.11.2019 https://www.dge.de/presse/pm/empfehlung-zur-maximalen-zuckerzufuhr-in-deutschland/

Antonia Hagedorn

*Der Beitrag „Abnehmen mit der Sugar Buster-Diät: Schlank dank komplettem Zuckerverzicht“ wird veröffentlicht von FitForFun. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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